ROI-Rechner
Der Return on Investment sagt, wie viel eine Massnahme im Verhältnis zu ihrem Einsatz zurückgebracht hat — als Prozentwert.
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Die Formel
ROI = (Ertrag − Kosten) ÷ Kosten × 100. Wer 100’000 Franken einsetzt und 120’000 zurückbekommt, hat 20 Prozent ROI. Entscheidend ist, was Sie in «Kosten» eintragen: Nur die Mediaausgaben, oder auch Produktion, Agenturhonorar und interne Zeit? Beide Rechnungen sind zulässig, aber sie sind nicht vergleichbar — und die zweite fällt regelmässig deutlich nüchterner aus.
ROI oder ROAS?
Die beiden werden oft verwechselt. ROI rechnet mit dem Ertrag — also nach Abzug der Kosten des Verkauften. ROAS rechnet mit dem Umsatz und ist deshalb immer die grössere Zahl. Wer beide nebeneinander stellt, ohne die Marge zu nennen, vergleicht zwei verschiedene Dinge. Für die Umsatzsicht gibt es den ROAS-Rechner.
Wo die Zahl in die Irre führt
Ein ROI ist immer nur so gut wie die Zuordnung dahinter. Wenn Ihr Auswertungssystem einer Suchanzeige den Umsatz zuschreibt, weil sie der letzte Berührungspunkt war, dann steht im Zähler ein Ertrag, den womöglich das Plakat erzeugt hat. Der ROI der Suchanzeige sieht hervorragend aus, der des Plakats sieht nach null aus — und beide Zahlen sind falsch.
Das ist kein Randfall, sondern der Normalfall in Kanälen, die bestehende Nachfrage ernten. Ein hoher ROI auf Marken-Suchbegriffen misst häufig, wie gut Ihre Marke bereits bekannt ist — nicht, wie gut die Suchanzeige arbeitet.
Häufige Fragen
- Was ist ein guter ROI im Marketing?
- Es gibt keine allgemeingültige Zahl. Was gut ist, hängt an Ihrer Bruttomarge, am Kanal und daran, ob Sie kurzfristige Abverkäufe oder den Aufbau einer Marke messen. Ein Vergleich mit Branchenwerten führt regelmässig in die Irre, weil dort selten dieselben Kostenarten eingerechnet sind. Belastbarer ist der Vergleich mit Ihrer eigenen Vorperiode bei gleicher Rechenweise.
- Gehören Agenturhonorare und Produktionskosten in die Rechnung?
- Wenn Sie wissen wollen, was die Massnahme wirklich gekostet hat: ja. Viele Auswertungen rechnen nur mit dem Mediabudget, weil diese Zahl leicht verfügbar ist. Das ist zulässig, solange es dabeisteht — nur darf man den so gerechneten Wert nicht mit einem vollkostenbasierten ROI vergleichen. Wichtiger als die Wahl ist, sie über die Zeit beizubehalten.
- Warum weicht mein ROI von der Zahl im Werbekonto ab?
- Werbeplattformen zählen Conversions nach ihren eigenen Zuordnungsfenstern und schreiben sich dieselbe Conversion oft mehrfach zu. Addiert man die Umsätze aus mehreren Konten, kommt regelmässig mehr heraus, als das Kassen- oder Shopsystem ausweist. Für eine Gesamtrechnung ist die eigene Umsatzquelle massgeblich, nicht die Summe der Plattformen.
Diese Kennzahl setzt Ergebnis und Einsatz ins Verhältnis — sie sagt nicht, ob die Zuordnung stimmt. Marketing Mix Modeling beantwortet genau diese zweite Frage. Weitere Rechner.