Methodik · Workflow

Wie es funktioniert

Von Daten über Modellierung bis zu Aktivierung und Lernschleife — transparent, reproduzierbar, messbar. Bayesian Marketing Mix Modeling mit Google Meridian unter der Haube, Self-Serve-GUI darüber.

Setup in 5 Schritten — typisch 10 bis 15 Minuten

Vom Daten-Upload zur ersten Budget-Empfehlung

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    Daten-Upload

    Marketing-Spend, Conversions und Saisonalitätsdaten via CSV oder direkter GA4/BigQuery-Connection einspielen. Consent Mode v2 nativ unterstützt.

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    Kanal-Konfiguration

    Marketing-Kanäle definieren (Search, Social, Display, TV, Print, OOH), Adstock-Window und Saturation-Curve pro Kanal setzen. Wir bieten Branchen-Priors als Default.

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    Modell-Run mit Google Meridian

    Bayesian Inference via Google Meridian unter der Haube. Das Posterior-Sampling läuft in Zürich (europe-west6). Typische Laufzeit: 5 bis 15 Minuten.

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    Insights und Budget-Optimierung

    Response-Kurven, ROI pro Kanal, Adstock-Decay, Saturation-Punkt. What-If-Szenarien für Budget-Umverteilung mit Konfidenzintervallen.

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    Export und Aktivierung

    Budget-Empfehlungen als CSV exportieren oder direkt via API in DV360, CM360, Google Ads aktivieren. Wöchentliche Pacing-Updates auf Wunsch.

Unser 4-Phasen-Engagement

Für Teams, die einen vollständigen MMM-Pilot durchführen wollen

Phase 1

Readiness

Datengrundlage schaffen

Wir prüfen und optimieren Ihre Datenquellen für maximale Modellqualität.

Dauer

1-2 Wochen

Lieferungen

  • GA4 BigQuery Export
  • DV360/CM360 ETL
  • Promotions und Saisonalität
  • Consent Mode v2
  • Datenverträge
Phase 2

Modeling

Meridian-basierte Modelle

Entwicklung transparenter, überprüfbarer Modelle mit wissenschaftlich fundierten Methoden.

Dauer

2-3 Wochen

Lieferungen

  • Meridian-Notebooks
  • Adstock und Hill-Kurven
  • Priors und Kalibrierung
  • Experimente und Holdouts
  • Validierung
Phase 3

Optimize und Activate

Budgetoptimierung umsetzen

Szenario-basierte Optimierung mit direkter Aktivierung in Ihre Planungstools.

Dauer

Laufend

Lieferungen

  • Szenarien-Planung
  • Wöchentliches Pacing
  • Constraints und Guardrails
  • Export in Planer/APIs
  • Change-Logs und Governance
Phase 4

Learn

Kontinuierliche Verbesserung

Regelmässige Model-Updates und Learnings für bessere Performance über die Zeit.

Dauer

Monatlich

Lieferungen

  • Model Re-Fits
  • Performance Reviews
  • A/B Test Integration
  • Incrementality Tests
  • Strategie-Updates

Was Sie unter der Haube bekommen

Data Readiness

Saubere, konforme Datengrundlage als Erfolgsfaktor

  • GA4 BigQuery Export Optimierung
  • DV360/CM360 Datenintegration
  • Consent Mode v2 Implementierung
  • Promotions- und Saisonalitätsdaten
  • Klare Datenverträge und Governance

Modeling Excellence

Wissenschaftlich fundierte, transparente Modellierung

  • Google Meridian Framework
  • Adstock und Saturation Curves
  • Bayesian Prior Integration
  • Cross-Channel Attribution
  • Incrementality Measurement

Optimization und Activation

Direkter Impact durch automatisierte Umsetzung

  • Constraint-basierte Optimierung
  • Wöchentliche Budget-Updates
  • API Integration zu Planern
  • Automated Reporting
  • Performance Monitoring

Transparency und Control

Vollständige Kontrolle und Verständnis des Prozesses

  • Open-Source Notebooks
  • Code-Ownership Optionen
  • Detaillierte Diagnostics
  • Konfidenzintervalle
  • Audit-fähige Dokumentation

Die zwei Begriffe, ohne die MMM nicht zu verstehen ist

Nachwirkung (Adstock)

Werbung wirkt nicht nur am Tag der Ausspielung. Wer heute ein Plakat sieht, kauft womöglich in drei Wochen. Ein Modell, das Ausgaben und Umsatz derselben Woche gegenüberstellt, ordnet diese Wirkung der falschen Woche zu — und findet deshalb bei langsam wirkenden Kanälen scheinbar keinen Zusammenhang.

Adstock modelliert, wie stark die Wirkung einer Woche in die folgenden hineinreicht und wie schnell sie abklingt. Der Wert wird nicht geraten, sondern aus den Daten geschätzt. Kanäle mit langer Nachwirkung — klassische Markenwerbung — sehen dadurch anders aus als in jeder klickbasierten Auswertung.

Sättigung

Der zweite Franken in einem Kanal wirkt nicht so stark wie der erste. Irgendwann ist die erreichbare Zielgruppe abgedeckt, und zusätzliches Budget kauft überwiegend Wiederholungskontakte. Genau dieser Punkt entscheidet über eine Umverteilung: Ein Kanal mit hohem Durchschnitts-ROI kann trotzdem der falsche Ort für den nächsten Franken sein, wenn er nahe an seiner Sättigung liegt.

Deshalb ist die Frage «welcher Kanal hat den besten ROI» nicht dieselbe wie «wo gehört der nächste Franken hin». Die zweite ist die, die Ihr Budget betrifft.

Warum Bereiche und keine Kommastellen

Ein bayesianisches Modell liefert keine einzelne Zahl, sondern eine Verteilung möglicher Werte. Wir zeigen daraus einen Bereich — etwa «ROI zwischen 1.1 und 4.0, wahrscheinlichster Wert 2.4». Das wirkt zunächst unbefriedigender als eine glatte Zahl, ist aber die ehrlichere Auskunft: Der Bereich sagt Ihnen, ob die Daten eine Entscheidung überhaupt tragen.

Praktisch heisst das: Liegt der untere Rand über der Kostendeckungsschwelle, können Sie handeln. Reicht der Bereich von «lohnt sich klar» bis «lohnt sich nicht», ist die richtige Konsequenz nicht eine Budgetverschiebung, sondern ein Experiment, das den Bereich verengt.

Was das Modell nicht leistet

Es misst keine Kausalität. Ein Modell findet Zusammenhänge in dem, was passiert ist. Wenn Sie Budget immer dann erhöht haben, wenn die Nachfrage ohnehin stieg, schreibt es diese Nachfrage der Werbung zu. Dagegen hilft nur ein Eingriff, den Sie selbst gesteuert haben: ein Geo-Experiment, eine bewusste Pause, ein Test in einer Teilregion. Solche Experimente kalibrieren das Modell — sie sind keine Zusatzoption, sondern der Weg von «plausibel» zu «belastbar».

Es kann nicht trennen, was gemeinsam läuft. Werden zwei Kanäle immer gleichzeitig hochgefahren, sieht das Modell einen gemeinsamen Effekt und muss ihn nach Vorannahme aufteilen. Das Ergebnis ist dann keine Messung, sondern eine Fortschreibung der Annahme — erkennbar daran, dass die Bereiche breit bleiben.

Es erklärt nicht, was ohne Werbung passiert wäre. Was keinem Kanal zugeordnet werden kann, landet in der Grundlast: Markenbekanntheit, Empfehlungen, Suchnachfrage, Saison. Eine hohe Grundlast ist kein Fehler des Modells. Ein Modell, das den Kanälen fast alles zuschreibt, hat sie dagegen nicht erkannt.

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